Tokios Inflation beschleunigt sich erneut und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der BoJ
Die Augustdaten Japans aus Tokio zeigten, dass der Kernverbraucherpreisindex ohne frische Lebensmittel im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 % gestiegen ist, was den Prognosen der Ökonomen entspricht und einen Anstieg von 1,7 % im Juli darstellt.
Die Inflation in Tokio wird oft als führender Indikator für das landesweite Preiswachstum betrachtet, obwohl lokale Regierungsmaßnahmen – wie beispielsweise die Senkung von Studiengebühren – die Werte gelegentlich verzerren können.
Der Kern-Kern-CPI, der sowohl frische Lebensmittel als auch Energie ausschließt, stieg im Jahresvergleich um etwa 2 %, während der gesamte CPI um 1,9 % zunahm.
Wesentliche Faktoren für den Anstieg waren höhere Kosten für Bildung, Unterhaltung, langlebige Güter und medizinische Versorgung.
Obwohl Maßnahmen zur Senkung der Lebenshaltungskosten eingeführt wurden, blieben die Preisdrucke bestehen, was die Erwartungen verstärkte, dass die Bank von Japan in naher Zukunft bei den Zinsen tätig werden könnte.
Die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von etwa 82 % für eine Zinserhöhung im September ein, wobei Händler darauf hinweisen, dass die Inflationsrisiken auch nach den politischen Maßnahmen der USA und Japans im letzten Monat hoch bleiben.
Der stellvertretende Gouverneur der BoJ, Ryozo Himino, wies die Markterwartungen nicht direkt zurück, signalisierte jedoch, dass die politischen Entscheidungsträger sich der Aufwärtsrisiken für die Inflation von hier aus bewusst sein sollten.

